Herrligkoffer-Karakorum-Expedition 1986

Teilnehmer:

01. Karl-Maria Herrligkoffer (Leiter)
02. Norman Dyhrenfurth
03. Toni Freudig
04. Beda Fuster
05. Manfred Heinrich
06. Hans Hirschbichler
07. Heinrich Koch,
08. Jerzy Kukuczka
09. Doris Kustermann
10. Joachim Labisch
11. Tadeuz Piotrowski
12. Markus Prechtl
13. Dr. Irene Simon-Schnaß
14. Diego Wellig
15. Peter Wörgötter
16. Rolf Zemp

Quellen zur Expedition (Auswahl):
Herrligkoffer: "Mein Weg in den Himalaya" (Pietsch 1989)
Herrligkoffer: "Abschied vom Himalaya" (Bayerland 1989)
Höfler & Messner: "Karl Maria Herrligkoffer" (AS-Verlag 2001)

 
Grußkarte 1986

Bild: großformatige Grußkarte (DinA5) mit den Unterschriften.

   
 
Grußkarte 1986

Bild: Grußkarte mit den Unterschriften.

zur Expedition:
Herrligkoffer möchte neue Routen an Broad Peak (Südwestgrat) und K2 (Südostwand) eröffnen, doch am Broad Peak weicht man auf den Normalweg aus. Dort ist man durchaus erfolreich: am 21. Juni erreichen Peter Wörgötter. Markus Prechtl, Beda Fuster, Diego Wellig und Rolf Zemp den Gipfel, am darauffolgenden Tag können auch Joachim Labisch und Heini Koch (stellvertretender Expeditionsleiter) den Gipfel erreichen. Zwei Wochen später (6. Juli) schaffen Toni Freudig, Manfred Heinrich und der Träger Karim den Vorgipfel, verzichten jedoch wegen widriger Wetterverhältnisse und der fortgeschrittenen Tageszeit auf den Hauptgipfel.

Am K2 nehmen die Polen Jerzy Kukuczka und Tadeusz Piotrowski sowie der Allgäuer Toni Freudig die SE-Wand in Angriff. Freudig muss wegen gesundheitlichen Probleme absteigen, Kukuczka und Piotrowski müssen wegen Schlechtwetters zunächst ins Basislager absteigen. Am 3. Juli steigen sie wieder in die Wand ein. Auf 8100 Metern blockiert eine Felsbarriere den Weiterweg: bei Schwierigkeiten im oberen fünften Grad benötigt Kukuczka (ohne Flaschensauerstoff) einen ganzen Tag für die Bewältigung von 30 Metern. Am 8. Juli setzen die Polen alles auf eine Karte und stehen um 18.30 Uhr ganz oben!!!steht Jerzy Kukuczka auf dem höchsten Punkt (8611m), wenig später erreicht auch Tadeusz Piotrowski den Gipfel. Beim Abstieg vom Gipfel über die Normalroute stürzt Piotrowski, nachdem er seine Steigeisen verloren hatte, tödlich ab. Kukuczka trifft am 11. Juli total erschöpft im Basislager ein. Am 5. Juli waren bereits die beiden Schweizer Beda Fuster und Rolf Zemb - gemeinsam mit einer italienischen Gruppe - ohne die Zuhilfenahme von Flaschensauerstoff über den Abruzzigrat (für den jedoch kein Permit bestand) zum Gipfel des K2 aufgestiegen. Für Auf- und Abstieg benötigen sie sechs Tage.

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