Herrligkoffer-Expedition zum Nanga Parbat 1981

Teilnehmer:

01. Karl-Maria Herrligkoffer (Leiter)
02. Michl Anderl
03. Robert Aschenbrenner
04. Michl Dacher
05. Valentin Demmel
06. Manfred Heinrich
07. Giri Göbl
08. Sepp Gloggner
09. Doris Kustermann
10. Sepp Mack
11. Josef Mangold
12. Franz Seiler
13. Lorenz Spiegler
14. Gottfried Wallner


Quellen zur Expedition (Auswahl):
Herrligkoffer: "Mein Weg in den Himalaya" (Pietsch 1989)
Herrligkoffer: "Abschied vom Himalaya" (Bayerland 1989)
Höfler & Messner: "Karl Maria Herrligkoffer" (AS-Verlag 2001)
Heichel: "Chronik der Erschließung des Nanga Parbat" (Kamenz 2013)

 
Grußkarte 1981

Bild: Grußkarte mit den Unterschriften.

zur Expedition:
Ursprüngliches Ziel der Expedition war der Ostpfeiler. Dieser wurde jedoch vom Voraustrupp, bestehend aus Michl Dacher, Michl Anderl und Lorenz Spiegler richtigerweise als zu gefährlich angesehen, da riesige Mengen Neuschnee in der Wand liegen. So wechselt die Expedition zum Toni Kinshofer-Weg (Herrligkoffer leitete hier bereits 1975 vergeblich eine Expedition, bis dann Hanns Schell und Robert Schauer im Jahr darauf erfolgreich waren. Diese Route ist nicht zu verwechseln mit der Kinshofer-Route, die ja bereits 1962 erstmals begangen wurde.)

Am 15. Mai ist man im Hauptlager. In Herrligkoffers Buch „Mein Weg in den Himalaya“ ist fälschlicherweise von einer Basislagerhöhe von 6350 m die Rede, gemeint sind sicher 4350 m. Auch auf dieser Seite des Berges herrschen winterliche Verhältnisse – und so sollte es auch bis zum Abbruch der Expedition bleiben. Recht schnell können die Lager I (5100 m) und II (6100 m) auf dem SW-Grat errichtet werden. Lager II wird zu einem größeren Stützpunkt ausgebaut, doch es dauert bis knapp Mitte Juni, bis endlich Lager III (7000 m) auf dem Felix Kuen-Eisfeld steht. Am 15. Juni gelingt Michl Dacher, Lorenz Spiegler, Valentin Demmel, Giri Göbl (der schon im Vorjahr am Kantsch dabei war) und Sepp Gloggner ein Vorstoß auf 7450 m. Wegen der herrschenden Lawinengefahr unternahm niemand dieser Gruppe einen Gipfelversuch; man stieg ins Basislager ab.

Die Zeit drängt nun, Begleitoffizier Major Mazood wollte wissen, für wann Träger bestellt werden sollten. Herrligkoffers Idee, ein kleines Gipfelteam nochmals in die gefährliche Flanke zu schicken, welches vom restlichen Team unterstützt wird, stößt nicht auf Gegenliebe – die Expedition ist gescheitert. Leider wurden Sepp Gloggners kritische Worte nur allzu hart von Herrligkoffer dokumentiert (Herrligkoffer „Mein Weg in den Himalaya“, Seite 242). Dabei war Gloggner Tage zuvor oben auf 7450 m gewesen, nicht Herrligkoffer!

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