Felix Kuen-Gedächtnis-Expedition 1975

Teilnehmer:

01. Karl-Maria Herrligkoffer (Leiter)
02. Michl Anderl
03. H. Baudrexl
04. Erwin Beyerlein
05. Helmut Böhme
06. Roland Descluox
07. Hias Gradnitzer
08. Thomas Gruhl
09. "Amadeus" Henke
10. Hubert Hillmaier
11. Georg Hoffmann
12. Willi Klimek
13. Hans Mautner
14. Ina Merk
15. Kurt Pokos
16. Erich Scharrer
17. Margret Schnaidt
18. Klaus Schoenwald
19. Dieter Schoodt
20. Siegfried Siebauer
21. Christa Sturm
22. Manfred Sturm
23. Wulf Trotter
24. Otto Umlauft

Verbindungsoffizier ist Sarbaz Khan aus Gilgit.

Zum Gedenken:
Felix Kuen bildete mit Peter Scholz bei der Expedition 1970 die zweite Gipfelseilschaft. Ihnen gelang einen Tag nach den Brüdern Messner die zweite Durchsteigung der Rupalwand am Nanga Parbat. 1974 nahm er sich das Leben.



 
Grußkarte 1975

Bild: Grußkarte mit den Unterschriften.

Quellen zur Expedition (Auswahl):
Herrligkoffer: "Mein Weg in den Himalaya" (Pietsch 1989)
Herrligkoffer: "Abschied vom Himalaya" (Bayerland 1989)
Höfler & Messner: "Karl Maria Herrligkoffer" (AS-Verlag 2001)
Heichel: "Chronik der Erschließung des Nanga Parbat" (Kamenz 2013)

zur Expedition:
Mit einer großen Mannschaft geht Herrligkoffer den Nanga Parbat an, da einerseits der Gipfel über den Toni Kinshofer-Weg (nicht zu verwechseln mit der Kinshofer-Route von 1962 auf der Diamirseite; vergleiche hierzu auch die Vorderseite der Grußkarte - dazu bitte mit der Maus über das Kartenmotiv oben fahren) erreicht, andererseits aber auch der Ostpfeiler erkundet werden soll. Allerdings zieht sich der Anmarsch aufgrund des China-Konfliktes (die Gruppe darf deswegen den Karakorum Highway nicht nutzen) hin, so dass es vom Aufbruch in München (6. Mai) bis ins Basislager 24 Tag braucht: am 30. Mai ist man am Berg.
Bereits am ersten Klettertag (Achtung: in Herrligkoffers "Mein Weg in den Himalaya", Seite 239 sowie in Höflers "Karl Maria Herrligkoffer", Seite 214 wird als erster Klettertag der 1. Juli genannt, es dürfte aber der 1. Juni gemeint sein) am Berg erkunden Hillmaier, Gruhl und Klimek den bereits aus der Vorerkundung von 1963 bekannten Weg ins Lager I. Ein andere Gruppe stieg am Ostpfeiler auf. In den kommenden Wochen wurden die Lager I bis IV (7450 m) errichtet. Doch das andauernd schlechte Wetter erlaubte keinen Gipfelaufstieg - Hillmaier und Beyerlein erreichten mit 7550 m die höchste Höhe. Auch die Bergsteiger am Ostpfeiler hatten mit dem Schlechtwetter und dem vielen Neuschnee ihre Mühe und konnten nur bis etwa 6500 m aufsteigen (Spitzengruppe hier waren Gradnitzer und Mautner).
Trotz Schlechtwetter gelang Christa und Manfred Sturm sowie Margret Schnaidt und Thomas Gruhl die Erstbesteigung des 6310 m hohen Toshe Peak.

nach oben!

zurück!