Die Geschichte des Everest von 1960 bis 1969:

1960
Eine chinesische Expedition steigt erstmals über den Nordostgrat auf. Die Chinesen behaupten, dass am 25. Mai drei Mitglieder (Wang Fu Chow, Konbu und Cho Yin Hua) auf dem Gipfel gestanden haben sollen. Der erste (angebliche) Gipfelerfolg von Norden wird von westlichen Bergsteigern angezweifelt und kann auch nicht eindeutig bewiesen werden. Die sicher erreichte Höhe nach Filmaufnahmen ist 8600 Metern mit einer Unsicherheit von fünfzig Metern.

1962
Drei Amerikaner und ein Schweizer versuchen sich von nepalesischer und tibetischer Seite am Everest. Der nicht genehmigte Versuch scheitert auf 7600 Metern Höhe.

1963
Einer amerikanischen Expedition unter Norman Dyhrenfurth bringt die erste Begehung des Westgrates und die erste Überschreitung des Berges: W. F. Unsoeld und T. F. Hornbein steigen über den Westgrat auf, erreichen am 22. Mai den Gipfel und steigen über die Normalroute (Südsattel-Route) wieder ab. Neben der Überschreitung glückt der Expedition zwei Besteigungen über die Südostroute durch Whittaker und den Sherpa Gombu sowie Barry Bishop und Jerstad, ebenfalls am 22. Mai. Es ist die erste Überschreitung eines Achttausenders überhaupt! Die amerikanische Expedition bringt auch die ersten Filmaufnahmen vom Gipfel des Everest mit.

Offizielles Buch zur erfolgreichen Dyhrenfurth-Expedition 1963

1965
Nach gescheiterten Versuchen 1960 und 1962 glückt auch indischen Bergsteigern der Gipfelerfolg: in vier Seilschaften erreichen neun Bergsteiger den höchsten Punkt. Leiter der Expedition ist M. S. Kohli.

1966
Die nepalesische Regierung sperrt den Berg bis zum Sommer 1969. In Tibet kommt es aber zur zweiten chinesischen Expedition, die angeblich mit einer Katastrophe geendet haben soll. Einzelheiten werden nicht bekannt.

1969
Japaner erkunden die Südwestwand in der Nachmonsunzeit aus dem Western Cwm. Sie erreichen 8050 Meter.

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