Vor- und Nachbereitung:

Bildearbeitung

Lightroom-StartupWer regelmäßig mit dem Fotoapparat in die Berge geht, bei dem werden sich über die Jahre eine Menge Bilder ansammeln, die man einerseits gut sortieren und archivieren sollte und andereseits vielleicht auch hier und da optimieren möchte, um sie auf Websites zu publizieren oder um sie ansprechend drucken zu können. Natürlich gibt es hier eine Unzahl an Möglichkeiten auf der Software, um dies zu bewerkstelligen, doch es müssen nicht immer Profitools wie Adobe Photoshop (Photoshop CS6 kostete im Frühjahr 2014 knapp 900 Euro auf amazon) sein. Photoshop mag sicher das Grafikbearbeitungsprogram schlechthin sein (für viele jedenfalls) und entsprechend populär ist es ja auch, aberes ist eben auch so komplex, dass selbst viele Profis nicht durch die vielen Möglichkeiten durchblicken und nur marginär die Funktionen nutzen. Doch auch für den Amateurfotografen gibt es eine großartige Möglichkeit, die eigenen Bilder mit erstaunlichen Resultaten aufzuarbeiten. Es handelt sich um Adobe Lightroom 5 (veröffentlicht 2013), welches für etwa 90 Euro (Stand März 2014) deutlich preisgünstiger ist. Auch dieses inzwischen weit verbreitete und beliebte Programm besticht durch eine Vielzahl an Funktionen und beherrscht beide wichtigen oben Stützpfeiler: Verwaltung und Bearbeitung!

Die Möglichkeiten sind auch hier so vielfältig, dass es sich lohnt, ein Begleitbuch zuzulegen. Ansonsten wird man auch hier nie das Programm in vollem Umfang nutzen können. Die Software lässt sich im Übrigen auf adobe oder auch bei chip.de downloaden (gute 800 MB) und für 30 Tage kostenlos testen!

Ich möchte hier, ohne dass ich ein Lightroom-Könner wäre (das [noch] ganz sicher nicht), ein paar vorher-nachher-Bilder zeigen, die ein paar wenige Funktionen des Programms demonstrieren.

 

1.: Aufnahme an den Hornwiesen, Blick zum Entschenkopf

    

Die Heugabel brachte mir etwas zuviel Unruhe ins Bild: mit Lightroom lassen sich solch unerwünschte Objekte mit ein paar Klicks praktisch unsichtbar machen, indem man das unerwünschte Objekt markiert und sich Lightroom von anderer Stelle ein möglichst passendes Austauschobjekt (hier in diesem Fall ein Stück Wiese) holt. Daneben habe ich den Kontrast und die Farbsättigung wenig erhöht und die Zeichnung des Himmels etwas verstärkt - fertig.

2.: Herbststimmung am Ostrachufer bei Bad Oberdorf

    

Das Original (links) ist farblich recht trostlos, doch mit entsprechender Konstrasterhöhung werden die Ufergerölle plötzlich interessant. Das Ahornblatt wird ebenfalls zum Leuchten gebracht und unschöne braune Flecken werden wieder mit der "Bereichskorrektur" eliminiert.

Tipp: Um verlustfrei bearbeiten zu können, sollten die Bilder möglichst im RAW-Dateiformat vorliegen. In diesem Format liegen die Bilddaten unkomprimiert vor, was eine Datei aber auch schnell - abhängig von der Auflösung - auf über 20 MB anwachsen lassen kann.

Panoramen

Was wären Bergfotos ohne Panoramen? Schon als Kind haben mich diese Rundumblicke fasziniert und ich habe daheim versucht, meine entwickelten Papierabzüge aus dem Fotolabor (da richtig, damals brauchte es noch unabdingbar ein Labor für die fertigen Bilder) zu Panoramen zusammen zu kleben. Heute würde man das damalige Resultat sehr höflich als "optimierungsfähig" bezeichnen. Im digitalen Zeitalter geht das bedeutend einfacher, da die Bildbearbeitungsprogramme ungeahnte Möglichkeiten bieten und auch für das Zusamenfügen eines Panoramas Spezialsoftware zur Verfügung steht. Auch hier gibt es reiche Auswahl, ich habe mich nach Recherche in einem Alpin-Forum für "PanoramaStudio 2 Professional" entschieden, Kostenpunkt 70 Euro. Hier wird die Montage eines ein- oder mehrreihigen Panoramas, egal ob 360° oder weniger, zum Kinderspiel gemacht. Ich bin sehr begeistert von den Resultaten - in Kombination mit einem Bildbearbeitungsprogramm ein starkes Tool!

Beispielbild: nicht weiter nachbearbeitetes Telepanorama vom Riedberger Horn aus vier Einzelbildern:

Beispielbild: 360°-Panorama von der Sulzspitze aus zehn Einzelbilder (größeres Bild bei Klick). Auch dieses Panorama wurde nur "montiert" und nicht weiter bearbeitet:

Tipps zur Panoramafotografie:

1.: die Belichtungszeit sollte über alle Einzelfotos hinweg unverändert bleiben - hier empfiehlt es sich, diese manuell einzustellen bzw. eine entsprechende Automatik zu wählen, wo diese unverändert gelassen wird.

 

zur "Foto-Startseite" zurück!

[Datenschutz]