Foto-Ausrüstung:

Diese Seite hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und soll auch keine "must have"-Seite sein. Ich möchte lediglich nur vorstellen, mit welchem Equipment ich derzeit fotografiere und welche Ausrüstungsgegenstände ich für sinnvoll erachte. Sicher kommen in Zukunft noch weitere Dinge dazu, denn mit wachsendem Anspruch an sich selbst wächst auch die Liste der Teile, die man für schöne Bilder für nötig erachtet. ;-)

Kamera:

Kernstück einer jeden Ausrüstung ist natürlich die Kamera selbst. Leider ist die Auswahl inzwischen so gigantisch groß, dass auch versierte Händler nicht mehr durchblicken. Dazu kommt, dass das Preisgefälle durchaus groß ist - vergleichen lohnt sich, zumal auch Verkäufer in Großketten wie z.B. Saturn mit sich handeln lassen, weil sich diese Ketten auch an Onlineanbietern wie z.B. amazon orientieren. Auch wenn was anderes auf dem Preisschild im Regal steht! Diese Erfahrung habe ich nun schon mehrfach gemacht.

Ich habe im Frühjahr 2013 nach einer vernünftigen Kamera gesucht, die sich von den bekannten Kompaktkameras qualitativ abhebt, andererseits aber bezahlbar bleibt. Da ich im Zeitalter des Fotofilms mit einer damals gebraucht gekauften Canon EOS 1000F ("Baujahr" 1990) sehr zufrieden war und (meiner Meinung nach) schöne Bilder gemacht habe, bin ich bei meiner Suche bei Canon geblieben. Wichtig neben einer guten Bildqualität war mir auch die Möglichkeit, Wechselobjektive und Filter nutzen zu können, um flexibler zu sein. Letztlich habe ich meine Auswahl auf wenige Kameras eingegrenzt, darunter die Canon EOS 600D und Canon EOS 650D, letztere war seinerzeit noch recht neu auf dem Markt (Markteinführung in Deutschland Juli 2012). Zum guten Schluss ist es die Canon EOS 650D geworden, die mit einem EF-S 18-55 IS II-Objektiv zu kaufen war. Es gibt aber auch weitere Kitobjektive (von Kitobjektiv spricht man, wenn dieses Objektiv im Set mit dem "Body"- der eigentlichen Kamera - verkauft wird) zu dieser Kamera. ein ausgiebiger Testbericht der Kamera gibt es auf www.digitalkamera.de und natürlich auf www.traumflieger.de, meiner Lieblingstestseite.

"kurzer Kurzsteckbrief" der EOS 650D:

Sensor: 17,9 Megapixel (CMOS / APS-C)
Bildformat: bis 5184 x 3456 Pixel
Autofokus: über 9 Kreuzsensoren
Serienbild: 5 Bilder / Sekunde
ISO: bis 25.600
Video: Full-HD (1080p bis 30 Bilder/s)
Touchscreen für Live-View und Bedienung
automatische Sensorreinigung

Inzwischen kann ich wohl sagen, dass ich hochzufrieden mit der Kamera bin, der Kauf hat sich voll gelohnt! Vergleiche mit anderen Kameras zeigen, dass auch innerhalb eines Herstellers durchaus nicht teurer = besser gilt. Die 650D hält so sicher auch dem Vergleich mit teureren Modellen Stand: beim Test der Stiftung Warentest vom März 2013 lag die EOS 650D gleichauf mit der deutlich teureren Vollformatkamera EOS 6D (650 Euro vs. 2600 Euro) und wurde nur von der ebenfalls deutlich teureren Panasonic Lumix DMC-GH3A (ca. 2100 Euro) knapp geschlagen. Ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis also!

SD-Karte:

Wenn man den mitgelieferten Akku geladen hat, kann man fast loslegen, es fehlt nur noch eine SD-Karte,um die gemachten Fotos zu speichern. Da die Kamera zum einen in der Lage ist, bis 5 Bilder pro Sekunde zu machen (die im RAW-Dateiformat dann über 100 MB beanspruchen können) und zum anderen auch Full-HD-Videos aufzeichnen kann, sollte man beim Kauf der Karte auf drei Dinge achten und kein 08/15-Produkt wählen:
1.: es sollte sich um eine SDHC-Karte (HC steht für "high capacity") und um keine "herkömmliche" SD-Karte handeln.
2.: aufgrund der durchaus großen Datenmengen sollte man eine nicht zu kleine Karte kaufen, 16 GB sollten es schon sein, besser sind 32 GB. Da ich im Urlaub aber regelmäßig die Daten auf meinen Laptop kopiere, reicht für mich derzeit auch eine 16 GB-Karte.
3.: es gibt die "Klassen" 2, 4, 6, 8 und 10 (abgekürzt mit "class"). 10 bedeutet eine Schreibgeschwindigkeit von 10 MB/s, was z.B. bei Full HD-Videos oder Reihenaufnahmen Sinn macht.
Da diese Karten immer günstiger werden, sollte man hier nicht am falschen Ende sparen.

Objektive:

Aufgrund der Tatsache, dass die neuen STM-Objektive (STM steht für "Stepper-Motor") einen nicht mehr hörbaren Autofokus besitzen, war für mich, der ich auch Filme mit der Kamera machen möchte, schnell klar, mir ein solches STM-Objektiv zuzulegen. Das Canon Zoomobjektiv EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS STM (67mm Filtergewinde) warfür mich rasch die Wahl schlechthin, um ein Allround-Objektiv auf der Kamera zu haben, was mir einen schönen Brennweitenbereich bietet und lautlos scharfstellende Videos aufnehmen kann. Kostenpunkt knapp 400 Euro. Inzwischen ist auch ein weiteres Teleobjektiv mit STM-Technik auf dem Markt, welches mit einem Brennweitenbereich von 55-250 mm für die Bergfotografie interessante Teleaufnahmen wie auch Videos ermöglicht. Zusammen mit dem STM-Objektiv wiegt die Kamera nun allerdings auch etwa 1100 Gramm! Egal, die Vorteile überwiegen und ich muss nun nicht mehr Objektive wechseln, was letztlich immer zu Verschmutzungen im Kamerainneren führen kann.

Fototasche:

Nun kanns losgehen. Zur Kameraaufbewahrung ist eine Tasche notwendig, bei der ich mich zunächst für ein einfaches Modell entschlossen habe: eine kompakte Colttasche von Lowepro, das Modell Adventura TLZ 25. Kostenpunkt ca. 20 Euro.
Vorteilhaft ist für mich die geringe Größe, da ich die Kamera im Gebirge gerne vorne am Körper trage, um sie rasch griffbereit zu haben. Vorne hat die Tasche eine kleine Nebentasche mit Reisverschluss, die für Zweitakku, Filter oder Ähnliches Kleingerät Platz bietet. An den Seiten gibt es weitere kleine Taschen ohne Reisverschluss. Die Kamera passt auch mit dem größeren STM 18-135 mm sowie mit Streulichtblende in die Tasche - für mich perfekt. Wer mit Austauschobjektiven oder anderem Zubehör los will, der braucht was Größeres (und wahrscheinlich Teureres).

Akku:

In den Testberichten liest man immer wieder, der mit der EOS 650D mitgelieferte Akku sei leistungsschwach. Ich kann das nicht behaupten, bin zufrieden mit seiner Leistung, habe aber dennoch stets einen Zweitakku mit dabei. Es wäre für mich ein Schreckensszenario, auf einer Tour plötzlich keinen "Saft" mehr im Akku zu haben. Hier habe ich mich für den baugleichen Akku von Delamax entschieden. Kostenpunkt ca. 15 Euro statt des originalen Canon LP-E8-Akkus, der mindestens das Doppelte kostet.

Batteriegriff:

Eine gute Alternative in Sachen Stromversorgung ist ein Batteriegriff, der unten an die Kamera geschraubt wird und mit zwei Akkus bestückt werden kann. Vorteile: zum einen verdoppelte Akkuzeit, zum anderen verbesserte Haptik der Kamera, vor allem bei Hochformataufnahmen. Auch hier gibt es baugleiche Varianten zum originalen Canon-Batteriegriff: mein Modell von Phottix kostete mit zwei Akkus rund 64 Euro (bei ebay gekauft), das Original von Canon kostet etwa das Doppelte! Die Kamera passt dann nicht allerdings mehr in meine Fototasche. Interessant: der Batteriegriff kann auch mit sechs normalen AA-Batterien bestückt werden, so dass man unabhängig vom Ladegerät der Canon-Akkus ist. Wie lange dann allerdings die normalen Batterien halten, kann ich nicht sagen.

Filter:

Mit Filtern sollte man vorsichtig umgehen, wenn die Bilder hinterher noch natürlich wirken sollen. Zwei Filter sind für mich jedoch Pflicht: der UV-Filter ist für die Meisten nur ein Schutz des teuren Objektiv-Frontglases, so auch für mich, wenngleich er auch den UV-Anteil aus dem Licht filtert, der zwar einerseits nicht sichtbar ist, andererseits zu Farbfehlern führen kann.
Deutlich wichtiger für mich, der gerne in den Bergen unterwegs ist, ist der Polarisationsfilter: er minimiert unerwünschte Spiegelungen auf Wasser, Glas oder metallischen Oberflächen. Vor allem aber führt er bei Landschaftsaufnahmen zu einem erhöhten Kontrast des Himmels und führt zu besserer Abzeichnung von weißen Wolken gegen das Himmelsblau. Hier ein Vergleichsbild:

Blick vom Bergblickweg bei Bolsterlang auf die Oberstdorfer Berge. Links ohne Polfilterwirkung, rechts mit Polfilter.

     

Ich habe mich für den Polfilter "Phottix circular Pro-Version slim 67mm" entschieden, den ich bei traumflieger bestellt habe, und bin sehr zufrieden. Kostenpunkt 38,90 Euro, was recht günstig für einen vernünftigen Polfilter ist. Die gibts auch für über 100 Euro...
Fototipp: Wenn man im 90°-Winkel zur Sonne fotografiert, ist der Effekt am größten. Bei Gegen- als auch bei Rückenlicht ist der Polfilter fast nutzlos. Dies ist auch der Grund dafür, dass bei Weitwinkelaufnahmen der Effekt ungleichmäßig über das Bild verteilt ist. Der Polfilter sollte also mit Bedacht eingesetzt werden! Im Übrigen schluckt ein Polfilter etwa 1,5 Blendenstufen.
Ach ja: technisch bedingt benötigt man für DSLR-Kameras (DSLR ist die gängige Abkürzung für Spiegelreflexkamera) einen Zirkular-Polfilter und keinen Linear-Polfilter!

Streulichtblende:

Streulichtblenden sollen in erster Linie verhindern, dass seitlich einfallendes Licht auf die Frontlinse des Objektivs trifft. Dies kann zu unerwünschten Reflexionen führen und u.a. den Kontrast des Bildes senken.
Auch hier macht es wenig Sinn, für ein wenig Plastik das Original von Canon zu kaufen, ich habe ein baugleiches Modell für rd. 13 Euro gekauft.
Fototipp: Bei direktem Gegenlicht bringt die Blende (natürlich) nichts.

 

 

 

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